Foto: Gesicht und Landschaft

Die 3 schädlichsten Mythen über Affirmationen

Wer sich persönlich entwickeln möchte, wird irgendwann über das Thema Affirmationen stolpern. Die bewirken häufig gar nichts oder entmutigen sogar. Woran das liegt und wie Affirmationen doch etwas bringen können, lässt sich gut an den drei schädlichsten Mythen darüber erkennen.

Mythos 1:
Affirmationen wirken immer – man muss sie nur oft genug wiederholen.

Dieser Mythos beruht auf dem Glauben, dass sich alles ins Unterbewusstsein einprägt, was wir oft genug wiederholen. Vermutlich stimmt das sogar, zumindest weisen aktuelle Erkenntnisse der Gehirnforschung darauf hin. Je stärker jedoch die Emotionen sind, die mit einem Gedanken verbunden sind, desto tiefer prägt er sich ein.

Das führt uns zur Crux an Affirmationen: Sie wirken nur, wenn du ganz und gar daran glaubst. Die Zuversicht und Vorfreude, die dich dann erfüllen, hinterlassen tatsächlich eine neue, hilfreiche “Denkspur” im Gehirn.

Nun kannst du bewusst durchaus “glauben”, dass du wirklich und fest von deinem Sprüchlein überzeugt bist. Wenn aber die Macht des Unterbewusstseins am anderen Ende des Strangs ziehen sollte, hast du keine Chance. Dieses Unter- oder Unbewusste ist nämlich um so viel größer und mächtiger als der bewusste Verstand, dass es im Streitfall immer siegt.

Stell dir das Verhältnis zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein wie das zwischen der Eisbergspitze und der Eisbergmasse unter Wasser vor. Klar, wer hier das Sagen hat, nicht wahr?

Eisberg-Modell

Mythos 2:
Affirmationen bringen gar nichts.

Das stimmt, wenn du “unter Wasser” nicht dran glaubst. Eine Affirmation kann sogar schaden, wenn du damit unbewusste, stark emotionale Abwehrreaktionen auslöst. Dann prägst du deinem Gehirn nämlich nicht die Affirmation ein (z.B. “Ich bin rundum erfolgreich.”), sondern die emotional viel mächtigere Abwehrreaktion (z.B. “Schau dir an, was du erreicht hast: Du bist eine Niete!”)

Darum schadest du dir, wenn du eine Affirmation “zu hoch ansetzt”. Wenn du nämlich mit der Aussage, die du machst, quasi zehn Stufen überspringen müsstest, um vom Jetzt-Zustand zum affirmierten Wunschzustand zu gelangen, wirst du das “unter Wasser” schwerlich glauben können.

Wenn du deine Affirmation tatsächlich glauben kannst, dann wirkt sie auch. Drum prüfe wohl, was du dir einprägst.

Mythos 3:
Affirmationen sind nur etwas für Esoteriker und Traumtänzerinnen.

Wer über die Naiven lacht, die an Affirmationen glauben, übersieht etwas Entscheidendes:

Alles, was du immer wieder denkst oder sagst, wirkt als Affirmation.

Du bekräftigst (= affirmierst) damit die viel genutzten Synapsen-Autobahnen im Gehirn. Du hast Glück, wenn du häufig denkst: “Mal sehen, wie ich das hinbekomme.” oder “Das Leben ist so schön!”  Du hast Pech, wenn du “affirmierst”: “Das Leben ist ein Kampf.” oder “Ich komm’ doch nie auf einen grünen Zweig!”

Das kann leicht passieren, wenn wir automatisch denken und dabei nicht mitbekommen, was im Kopf da vor sich geht. Die Gehirnforschung sagt: Wir kriegen das bei mindesten 95 % unserer Gedanken nicht mit! Es lässt sich aber lernen, bewusster zu denken und nicht einfach Glück oder Pech ausgeliefert zu sein.

Morgens, gleich nach dem Aufstehen, wenn das Gehirn noch ganz nah am “Alphazustand” schwingt, wirkt bewusstes Denken (und gekonntes Affirmieren) am stärksten. Dann lassen sich neue, hilfreiche Synapsenwege viel leichter prägen. Genau das bewirkt der Zauber der ersten Morgenstunde in Morning Glory.

sunset-691848_640

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Newsletter abonnieren (Jederzeit wieder abbestellbar)