Spruchbild: Hör auf zu meckern

Die Herausforderung – 1. Woche

Ja, wie, sollst du dir einfach alles gefallen lassen?

Aber nein. Wenn du spürst, dass es Zeit ist, für dich einzustehen, dann tust du das auch. Dann machst du deutlich klar, dass du beste Qualität, respektvolle Behandlung oder Pünktlichkeit erwartest – was auch immer es ist, was du zu beanstanden hast.

Wesentlich ist, an wen du dich damit wendest. Die einzige Person, bei der du dich sinnvoll beschweren kannst, ist nämlich die, welche dem Missstand abhelfen kann. Alles andere ist meckern und nur ein untauglicher Ersatz dafür, wirklich für dich einzustehen.

Wenn du meckerst, regst du dich auf. Du regst dich auf. Das darfst du natürlich, wenn es dir gefällt. Wenn es dir nicht gefällt, hör auf, dich aufzuregen! Hör auf zu meckern. Weil es aber schwierig ist, etwas nicht zu tun, brauchst du einen Ersatz dafür – sowohl fürs laute Meckern als auch fürs stumme Meckern in deinem Kopf. (Das ist das Prinzip der Substitution.) Stattdessen könntest du zum Beispiel auf folgende Weise mit dir reden:

  1. Stopp! Hör auf!
  2. Kann die Person, bei der ich mich gerade beschwere, in dieser Sache etwas bewirken?
    Nein: Hör auf zu meckern und wende einen Taschenzauber an.
    Ja:      Erkläre den Missstand sachlich, präzise und am besten auch freundlich.
  3. Will die Person etwas ändern?
    Ja:          Findet gemeinsam eine Lösung.
    Nein:     Ziehe daraus Konsequenzen. Löse dich entweder von der Person und such dir einen anderen Lieferanten, Kunden, Mann, eine andere Buchhalterin, Texterin, Frau. Oder schließe Frieden mit der Situation und erkläre sie für akzeptabel.Wenn du jetzt noch immer im Meckermodus bist, könntest du dich fragen:
  4. Wie fühle ich mich, wenn ich auf meiner Forderung beharre?
  5. Wie würde ich mich fühlen, wenn ich meine Forderung losließe und stattdessen anderen Dingen meine Aufmerksamkeit schenkte?

Aufhören zu meckern, eine Forderung aufgeben, zurücktreten, fünf gerade sein lassen: Das sind hervorragende Chancen, um im Alltag mit leichter Hand vergeben zu üben. Denn wer anderen viel nachträgt, hat schwer zu schleppen.

„Vorurteile und nachtragende Gedanken müssen weg. Das Suchen von Fehlern und ständiges Kritisieren können nicht mit Gesundheit zusammen existieren. Der Mensch muss Vergebung üben, um gesund zu bleiben.“ (Taniguchi Masaharu)

Meckerstopp für diese Woche: Machst du mit?

Der Denkdiät-Club hilft dir dabei!

 

 

 

13 Gedanken zu „Die Herausforderung – 1. Woche

  1. Annja Weinberger

    Bin dabei. Ich werde vor allem auf den Inneren Meckerer horchen. Der im Kopf herumnölt ohne es sprachlich (aber schwingungsmäßig wohl doch) nach außen zu tragen. Und wenn ich ihn bemerke, sage: Ach, da bist du ja. Gib mal Ruhe, jetzt gerade brauche ich dich nicht :-)

    Antworten
    1. Reingard Gschaider Artikelautor

      “schwingungsmäßig” – genau, Frau Weinberger, das vermittelt sich immer. Das HeartMath-Institut in Boulder Creek (USA) hat gemessen, dass deutliche Unterschiede im Magnetfeld des Herzens nachzuweisen sind, je nachdem, ob eine Person gut drauf ist oder nicht – und zwar auch noch in ein paar Metern Entfernung!

      Klasse, dass Sie beim Meckerstopp mitmachen :-).

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  2. Pingback: Vom Meckerstopp und Marktforschung do-it-yourself › Annja Weinberger Communications

  3. Jörg Mann

    Eine sehr nützliche Inspiration, wie ich finde.

    Einen Punkt sollte man vielleicht noch betrachten: Das Meckern über sich selber, die innere Kritik. Vielleicht der stärkste Kritiker, dem die meisten Menschen begegne. Nur zu oft sind sie sich dieser Instanz aber nicht bewusst.

    Sich vom Meckern verabschieden, bedeutet, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Eben positiver. Und damit mehr Positives wahrzunehmen und zurück zu erhalten.

    Also, ich versuche mich diese Woche auch an die eigene Nase zu fassen.

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    1. Reingard Gschaider Artikelautor

      Klasse, Herr Mann, dass Sie mitmachen beim An-die-Nase-fassen. (Meine ist davon schon zart gerötet :-).) Ich freue mich, weil Sie das Sich-selbst-Anmeckern in den Fokus gerückt haben: An sich selbst mehr das Positive wahrnehmen, das finde ich genau so wichtig wie Sie.

      Antworten
  4. Bärbel

    Liebe Frau Gschaider,
    ja, das muss man/ ich mir immer wieder vor Augen führen, daß so’n Gemecker nichts bringt, ausser schlechter Stimmung und, wie Herr Mann noch anfügte: vor allem der oder die ” inneren Meckerer” piesacken ja doch oft.Also, üben..bis aus den Spinnweben zarte Drät’chen werden (ein schöner Spruch, übrigens!)
    Herzliche Grüße
    Bärbel

    Antworten
    1. Reingard Gschaider Artikelautor

      Liebe Bärbel,
      mir scheint, eine 13. Bonus-Herausforderungswoche (gutes Wort für “Stille Post” :-)) wäre hilfreich, nachdem Sie alle drei den inneren Meckerer betonen. Ich lasse mir etwas einfallen.
      Danke fürs Mitdenken, Mitmachen, Mitschreiben!

      Herzliche Grüße,
      Reingard Gschaider

      Antworten
  5. Christine Kreitmeier

    Danke liebe Reingard, dass ich hier mitmachen und lernen kann…ich grüße dich und alle Teilnehmer recht herzlich ♡♡♡♡…

    Antworten
    1. Reingard Gschaider Artikelautor

      Gerne, Christine, es freut mich, wenn du von der 12-Wochen-Herausforderung profitierst.

      Auf der Denkdiät-Facebookseite gibt es zwischendurch immer wieder einmal kleine Artikel und inspirierende Zitate, die beim Dranbleiben helfen. Wenn du Lust hast, kannst du dort “Fan” werden und damit die Neuigkeiten abonnieren: https://www.facebook.com/denkdiaet.de
      Sonnige Grüße,
      Reingard

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