Spruchbild Buddha: Sei öfter mal still

Die Herausforderung – 10. Woche

Wann bist du das letzte Mal ruhig da gesessen und hast in die Luft geschaut? Oder die Augen geschlossen und in dich selbst hineingehorcht?
Wann bist du das letzte Mal still gewesen, hast äußere Reize weggelassen – Radio, Smartphone, Bücher,… – und bist deinen ganz eigenen Gedanken gefolgt?

Wann hast du das letzte Mal übers Leben nachgedacht? Über dein Leben, mit deinen ganz eigenen Gedanken?

Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, über alles informiert zu sein. Aber wie Andreas Popp zu bedenken gibt: “Mehr als 99 Prozent unserer Informationen haben wir nicht selbst erlebt, sondern durch die Medien erfahren.”

Musst du wirklich über alles informiert sein?
Kannst du das Viele auch verdauen?
Kannst du es nutzen, es fruchtbar machen für dein eigenes Leben?

Still sein schärft den Blick, die Sinne.
Still sein ist die Boje, an der du dich verankern kannst – im Gewoge des echten Lebens und in der Sturmflut täglicher Information.

Sei still, jetzt, eine halbe Minute, das schaffst du.

Dreh dich weg vom Computer und sitz einfach da. Schließ die Augen, wenn du magst. Atme. Lausche. Nimm die Gedanken wahr, die in dir aufsteigen und dann weiterziehen.

 

Spruchbild: Sei still.

Du musst das nicht mögen; betrachte es als Experiment. Nimm das Leben wahr, das echte Leben, jetzt. Das Leben ist immer jetzt und du bist das Leben - nicht dein Tablet, die Zeitung, der Fernsehbericht. Genieße das alles, stürz dich ruhig in die Wogen, aber komm immer wieder zurück zur Boje, damit du dich nicht im Außen verlierst. Denn:

Was bleibt dir, wenn du dich selber verlierst?
Wessen Leben willst du dann leben?

Also, sei öfter mal still:

  • gleich morgens vielleicht, bei deiner Tasse Kaffee oder Tee: zwei Minuten ohne News, Mails, Dokumente
  • die halbe Minute, in der dein Computer hochfährt
  • immer dann, wenn dir auffällt, dass du angespannt bist, frustriert, gestresst
  • einfach mal so zwischendurch
  • gleich nach dem Heimkommen abends, bevor du ins routinierte Tun kommst: Hin und wieder brauchst du vielleicht was ganz anderes; das spürst du in der Stille und kannst gut für dich sorgen.

Still sein ist der Boden, auf dem sich das Leben entfaltet. Dein Leben.

 

Ein Gedanke zu „Die Herausforderung – 10. Woche

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