Spruchbild: Du hast einen Tag ohne Wunder erlebt? Wach auf!

Die Herausforderung – 3. Woche

Den ganzen Tag lang schlägt dein Herz. Deine Nieren filtern 1.500 Liter Blut in 24 Stunden, du atmest, denkst, nimmst Dinge in die Hand, gehst ein paar Schritte und das alles, wenn dir nichts wehtut, ganz wie von selbst. Mal ehrlich: Ist das nicht ein Wunder?

Ach was, das sind Naturgesetze!

Das ist wahr. Aber dass es diese Naturgesetze gibt, ist das nicht selbst ein Wunder? Etwas im Kern noch immer Mysteriöses, mit unserem Verstand nicht zu erfassen. “Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?”, fragte schon Leibniz.

Darüber lässt sich eine Weile meditieren und nein, ich werde diese Frage hier nicht beantworten. Kann ich nämlich nicht. Aber ich habe herausgefunden, dass das Leben bunter wird, freundlicher und schöner, wenn du die Wunderbrille aufsetzt. Das tust du, indem du aufhörst, alles für selbstverständlich zu nehmen.

Deine Lieben, deine Arbeit, dein Auto, die Sterne am Himmel. Deine Internetverbindung: Sie könnte zusammenbrechen. Deine Probleme: Du könntest andere haben, die du noch viel weniger wolltest.

Die Sonne und deine Wohnzimmerlampe, Strom (Was für ein Wunder!), sauberes Wasser aus Wasserhähnen und Wasser überhaupt; deine Socken, deren Baumwolle in Ägypten geerntet, in Rumänien versponnen und verstrickt und in Deutschland verkauft wurden: die Schiffe und LKWs, die Straßen, die Maschinen; all die vielen, vielen Menschen – Bauern, Strickerinnen, LKW-Fahrer, Ein- und Verkäuferinnen – wer und was da alles ineinandergreifen musste, damit du heute deine Socken anziehen konntest. Der Salat auf deinem Mittagstisch, das Joghurt im Kühlschrank, dein USB-Stick: Gar nichts ist selbstverständlich.

Mit der Wunderbrille beginnst du, Alltägliches zu schätzen. Mit der Wunderbrille siehst du plötzlich, wie reich du bist, wie über alle Maßen reich – und dafür brauchst du dich nicht einmal mit den weniger reichen 80 % der Menschheit zu vergleichen.

Sich wundern hält jung! Albert Einstein hat gesagt: “Wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, ist seelisch bereits tot.”

Also, bastle dir für diese Woche eine Wunderbrille; zeichnet dir eine auf den Tagesplan; lass eine deinen Desktop zieren; kauf dir eine. Dann siehst du eine Welt, widewide wie sie dir gefällt.

Und sei das Wunder, das du dir wünschst.

 

Der Denkdiät-Club hilft dir dabei.

Ein Gedanke zu „Die Herausforderung – 3. Woche

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