Foto: Ruhebank

Pausen machen leistungsstark!

Oh ja, es gibt ihn, den Workflow, in dem du voller Enthusiasmus durchpowerst, früh startest, ohne Feierabend spät ins Bett fällst und zwischendurch mal nebenher was knabberst: Das kann toll sein! Wenn solche Tage zur Gewohnheit werden, geht der Enthusiasmus aber flöten – und nicht nur der.

Hilfe! Das blüht dir, wenn du keine Pausen machst:

  • Wenn du erschöpft bist, musst du dich viel mehr anstrengen. Das macht  nicht nur keinen Spaß, sondern …
  • du wirst langsamer. Plötzlich brauchst du für deine Aufgaben doppelt so lang - und weil du müde bist, fällt dir das gar nicht auf.
  • Fehleralarm! Ohne Pausen sinkt das Konzentrationsvermögen, und zwar dramatisch. Die Fehler wieder gut zu machen, die dadurch entstehen, dauert meistens länger, als eine Pause gedauert hätte.
  • Die Dauerbelastung macht dich reizbar.
  • Du verlierst den Überblick (für den muss man nämlich Abstand nehmen), fühlst dich mit der Zeit überfordert und frustriert.

Keine Pausen zu machen ist fatal, meint auch die Gesundheitspsychologin Anne Katrin Maytssek. Mehrere Studien zeigen: Mitarbeiter, die Pausen machen, arbeiten produktiver. Selbstständige natürlich auch.

Übrigens bringt es nichts, wenn du durcharbeitest, damit du abends früher Feierabend machen kannst. So landest du wahrscheinlich ausgepowert auf dem Sofa, der Tag ist gelaufen. Pausen sollte man also dann machen, wenn man sie braucht. Sie müssen nicht lange sein. Johannes Wendsche, Psychologe an der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, empfiehlt häufige kurze Pausen: damit “erreichen wir unser Leistungsziel besser”.

7 goldene Tipps, wie dich Pausen stärken:

  1. Mach die Pause, wenn du sie brauchst. 
  2. Kurze Pausen sind besser als lange – zumindest im Arbeitsalltag. Der Erholungseffekt ist in den ersten Minuten ohnehin am stärksten. Außerdem findet man leicht wieder in die Arbeit hinein – was nach längeren Pausen schwierig sein kann.
  3. Lass dich an Pausen erinnern, zum Beispiel per Handy. Wenn du merkst, dass du erschöpft bist, hast du wahrscheinlich schon zu lange durchgearbeitet.
  4. Kontrast bringt mehr Erholung. Wenn du schwitzt und schuftest, setz dich hin und ruhe dich aus. Wenn du am Schreibtisch sitzt, steh auf und sei aktiv: lauf die Treppe rauf und runter, mach ein paar Kniebeugen – was dir gefällt.
  5. Frische Luft tut gut - und wenn du nur das Fenster aufmachst und ein paar tiefe Atemzüge machst.
  6. Natur ist DER Powerbooster. Vielleicht hast du ja Glück, und du hast einen Park vor der Haustür. Wenn nicht, kannst du dir Forschungserkenntnisse zu Nutze machen: Schon ein Bild mit Eichhörnchen oder Eichenwald soll entspannender wirken, als die Betonwand gegenüber.
  7. Lerne, Zwangspausen zu genießen! Wie oft am Tag musst du auf etwas warten: auf die Bahn, einen Geschäftspartner, in der Warteschlange. Wer sich dabei ärgert, verpulvert Energie. Wer stattdessen die Minipause genießt, erholt sich und tankt Energie.

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